Golfclub Motzen feiert 25 Jahre

Golfclub Motzen feiert 25 Jahre
Seit 25 Jahren wird am Motzener See Golf gespielt, seit inzwischen fünf Jahren auf weiteren neun spektakulären Löchern. Foto: Mike Wolff

Die Anlage des Berliner Golf & Country Club Motzener See war die erste, die nach der Wende in Brandenburg entstand. Bernhard Langer hat in hier die beste Runde seines Lebens gespielt. Happy Birthday.

60 Schläge benötigte der unverwüstliche Altmeister Langer damals bei den Linde German Masters 1997. Ob ihm das wohl auch gelungen wäre, wenn die neuen neun Löcher, die 2013 eröffnet wurden, im Spiel gewesen wären? Diese stammen wie bereits die ersten 18 Bahnen vom renommierten Golfplatzarchitekten Kurt Rossknecht, der – wie er sagt – „ehrliche“ Golfplätze liebe. Eine ehrliche Herausforderung ist in jedem Fall das 603 Meter lange Par 5, das nicht nur das längste Golfloch der Hauptstadtregion ist, sondern auch europaweit weit vorne liegen dürfte.

Bei der offiziellen Jubiläumsfeier in der vergangenen Woche spielte die große Turniergeschichte des GCC Motzener See natürlich eine wichtige Rolle. 1994 und 1995 zogen erst die Mercedes German Masters und 1996 und 1997 dann mit neuem Sponsor die Linde German Masters internationale Golfstars an den Motzener See. Welcher Club kann schon von sich behaupten, viermal die European Tour zu Gast gehabt zu haben? In der Hauptstadtregion bisher kein zweiter.

2016 kamen mit den dritten Berlin-Brandenburg Masters erneut zahlreiche Tourspieler zu Deutschlands höchstdotierten ProAm nach Motzen. Siegen konnte Sebastian Heisele, damals noch auf der Challenge Tour zuhause, inzwischen stolzer Inhaber der Karte der European Tour. Zuletzt schaute im vergangenen Jahr sein Tour-Kollege Marcel Siem für ein Turnier der Postbank vorbei.

Hans-Georg-Giering, Motzener See Golf, Berlin
Motzens Präsident Hans-Georg-Giering liebt an seinem Club besonders die Sonnenterrasse mit Blick über den Platz in die Natur. Foto: Mike Wolff

Präsident Hans-Georg Giering liebt an seinem Club den „herrlichen Weitblick in die Natur“, wie er schwärmt. Giering ist ein guter Golfer (Handicap 15,4) und sagt doch: „Mein Lieblingsplatz auf unserer Anlage ist die Sonnenterrasse.“ Neben dem Golferlebnis sei ihm der Service im Golfclub ein wichtiges Anliegen. Zu diesem Selbstverständnis fühle sich der GCC Motzener See verpflichtet und sei deshalb auch stolzes Mitglied der Leading Golf Clubs of Germany.

Wichtig ist dem Club, Barrieren abzubauen, die manche Menschen gegenüber Golf haben. Der beste Beweis ist der Pay-and-Play-Platz, der neun Löcher zählt und Anfängern auch ohne Platzreife offensteht. Dieser Kurzplatz gehört sicher zu den schönsten in Berlin-Brandenburg und hat definitiv das Zeug, Noch-Nicht-Golfer rumzukriegen.

Brücken zu bauen, ist dem Club aber auch unter seinen eigenen Golferinnen und Golfern ein Anliegen. Präsident Giering hat sich zum 25. Geburtstag seines Clubs ein Branchenbuch gewünscht, in dem alle Mitglieder ihre Expertise und ihre Dienste bewerben dürfen. „Warum sollen die Menschen, wenn sie schon im gleichen Golfclub spielen, sich nicht auch außerhalb helfen?“, erklärt Giering.

Beim Blick in die Zukunft und auf die nächsten 25 Jahre darf der GCC Motzener See optimistisch sein. Sollte der neue Hauptstadtflughafen eines Tages wirklich in Betrieb gehen und sich in der Umgebung immer mehr Menschen und Firmen ansiedeln, dürfte auch der Golfclub davon profitieren.