Pankows Dieter Hadynski peilt 230 Turniere an

Pankows Dieter Hadynski peilt 230 Turniere an
Blauer Himmel und Sonnenschein für seine 202. Turnierrunde in diesem Jahr: Dieter Hadynski vom Golfclub Pankow vor seinem ersten Abschlag. Foto: Reiner Stallbaumer

Er spielt und spielt und spielt: Der Berliner Golfer Dieter Hadynski teet an diesem Montag bei seinem bereits 202. Turnier in diesem Jahr auf. Seinen Vorjahresrekord dürfte er schon im November knacken. Stoppen könnte ihn jetzt nur noch ein Wintereinbruch.

Die Sonne scheint vom knackig blauen Himmel herab, als der Unaufhaltsame am Montag pünktlich um 13 Uhr seinen ersten Abschlag macht. Für Dieter Hadynski vom Golfclub Pankow von Berlin ist es bereits das 202. Turnier der Saison. Denn der Berliner Unternehmer liebt Golf genauso wie den Wettbewerb und lässt sich auch nicht davon abschrecken, dass 202 Turnierteilnahmen und ein Meldegeld von jeweils 16 Euro eine Gesamtsumme von 3232 Euro ergeben.

Im vergangenen Jahr hat Hadynski zwischen Anfang Januar und Ende Dezember 212 Turniere gespielt. Dieser persönliche Rekord ist nun akut in Gefahr. „Wenn es so weiterläuft wie bisher, dann werde ich bis Jahresende auf etwa 230 Turniere kommen“, sagt Hadynski kurz vor seinem ersten Abschlag. Ein Erfolg stehe indes schon fest: „Ich habe im April erstmals überhaupt in der Bruttowertung gewonnen“, berichtet der 62-Jährige. Hinzu kämen zwölf Nettosiege und 14 zweite Plätze sowie 20 dritte Plätze. Hadynski kennt die Zahlen genau, so wie es von einem Rekordjäger zu erwarten ist. Sein Handicap habe in diesem Jahr zwischen -12,3 und -14 gependelt. Die Handicap-Verwaltung in seinem Heimatclub in Pankow verdient in diesem Fall ihren Namen.

Auf 202 Golfrunden nur 30 Bälle verloren

Beeindruckend sind nicht nur Hadynskis Entschlossenheit und sein Schnitt von 4,4 Turnieren pro Woche. Der Reedereibesitzer spielt fast so konstant wie ein Berufsgolfer. „Ich habe in diesem Jahr höchstens 30 Bälle verloren“, erzählt er. Manch einer, mit dem er auf die Runde gehe, kaufe sich vorher ein Dutzend Bälle und bringe keine Handvoll davon wieder mit nach Hause. Er dagegen spiele meist sehr gerade, „sparsam“, wie er es ausdrückt, obwohl er vom Tee durchaus 190 Meter Länge erreiche. Hadynski sagt: „Manchmal würde ich gerne einen Draw oder einen Fade beherrschen und damit auch um die Ecken spielen, aber dann würde ich sicher mehr Bälle verlieren.“

Bis auf neun Auswärtsspiele hat Dieter Hadynski alle seine Turniere im Golf Resort Berlin Pankow bestritten. Foto: Reiner Stallbaumer

Den überwiegenden Teil seiner Turniere hat er in Pankow gespielt gespielt. Nur neun von 202 Malen sei er auswärts angetreten, in Wilkendorf – seinem Zweitclub – und einmal in Wannsee, nachdem dort die neuen Grüns eröffnet wurden. „Ich liebe den Wilkendorfer Westplatz, weil er anspruchsvoll ist und es hoch und runter geht“, schwärmt Hadynski. „Wannsee mit seinen vielen Bäumen und einem sehr guten Pflegezustand hat mir auch sehr gut gefallen.“ Gerne hätte er noch häufiger in anderen Clubs gespielt, aber oft seien Turniere einfach kurzfristig abgesagt worden wegen zu geringer Beteiligung. Gäbe es mehr Golfer wie Dieter Hadynski, wäre das natürlich nicht passiert.

Sollte Pankow fleißigster Turnierspieler wie geplant einen neuen persönlichen Rekord aufstellen, wird er von seinem Club gebührend geehrt. „Zum Saisonauftakt im nächsten Jahr bekommt er dann von uns aus Anerkennung seiner großen Leistung ein Geschenk, das wir natürlich jetzt noch nicht verraten“, sagt Clubmanager Paul Wagmüller. „Ich bin mir sicher, dass Dieter das schafft, denn Kälte motiviert ihn noch mehr, weil sein Ball bei Bodenfrost weiter rollt.“ Stoppen könne Hadynski jetzt nur noch ein krasser Wintereinbruch mit Schnee.

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