„Challenge Tour passt hervorragend zur VcG“

„Challenge Tour passt hervorragend zur VcG“
VcG-Geschäftsführer und gebürtiger Berliner: Marco Paeke. Foto: VcG

Nach fünf Jahren Abstinenz steigt in Deutschland erstmals wieder ein Turnier der European Challenge Tour namens German Challenge powered by VcG. Marco Paeke, Chef der Vereinigung clubfreier Golfspieler und gebürtiger Berliner, erklärt dieses durchaus überraschende Engagement.

Herr Paeke, für viele überraschend wird es in diesem Jahr sowie 2022 und 2023 ein Turnier der European Challenge Tour auf deutschem Boden geben. Mindestens genauso überraschend ist das Engagement der VcG, die dem Event seinen Namen gibt. Wie kommt’s?

Marco Paeke: Aus meiner Sicht kommt unser Engagement gar nicht überraschend. Wir verstehen uns seit vielen Jahren als Förderer des deutschen Golfsports. Dass wir uns neben Projekten wie Abschlag Schule, der deutschen Ryder-Cup-Bewerbung oder der Schaffung von öffentlichen Kurzplätzen nun dabei einbringen, für Deutschland die Lücke zwischen der Pro Golf Tour und der European Tour zu schließen, passt für die VcG gut ins Bild.

Neue freie Golfer wird die VcG auf der Challenge Tour eher nicht finden…

Paeke: Dieses Ziel wäre vermessen. Uns geht es in der Rolle als Powering Partner des Challenge-Tour-Events darum, Golf in Deutschland zu fördern – nicht mehr und nicht weniger.

Von 2014 bis 2016 gab es in der Hauptstadtregion mit den BB-Masters ein hochdotiertes ProAm, das nach Wunsch der Organisatoren zum Challenge-Tour-Turnier ausgebaut werden sollte. Es scheiterte am Geld, immerhin ist ein solches Event mit weniger als 300.000 Euro nicht auszurichten. War die Zeit dafür noch nicht reif?

Paeke: Das wird die PGA of Germany, die auch mit den BB-Masters zusammengearbeitet hat, besser beurteilen können als wir von der VcG. In jedem Fall freuen wir uns, dass Deutschland jetzt wieder im Turnierkalender der Challenge Tour steht. Das wird es deutschen Tourspielern erleichtern, auf Europas zweiter Tour Fuß zu fassen.

Philipp Mejow vom Golf- und Landclub Berlin-Wannsee beim Finale der Challenge Tour 2017. Foto: European Challenge Tour

Wo wird die German Challenge powered by VcG stattfinden?

Paeke: Das ist noch ein Geheimnis. Die Vergabe liegt in den Händen des Promoters Deutsche Golf Sport, einer Tochter des Deutschen Golf Verbands, und ist geknüpft an einen ganzen Vorgabenkatalog der European Tour. Dazu zählt etwa eine Platzlänge von mindestens 6400 Metern von den hinteren Abschlägen.

Das trifft in Berlin-Brandenburg zum Beispiel auf den Arnold Palmer Platz in Bad Saarow und den Südplatz des Golf- und Country Club Seddiner See zu. In Mecklenburg-Vorpommern gäbe es unter anderem WINSTONgolf.

Paeke: Es wird eine Anlage sein mit sportlich herausragender Qualität. Wir wollen den Topgolfern schließlich möglichst viel abverlangen.

Wird der VcG das Engagement auf der Tour in Clubkreisen zu mehr Anerkennung verhelfen?

Paeke: Wir gehen davon aus, dass unser Engagement gesehen wird. Unsere Triebfeder ist es, über dieses Turnierhighlight Anlässe zu schaffen, die Golferinnen und Golfer, aber auch Noch-nicht-Golfer ansprechen. Auf der Challenge Tour sind die Stars noch ein bisschen „anfassbarer“. Diese Bodenständigkeit passt hervorragend zur VcG. Die German Challenge powered by VcG wird kein Event sein, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Wir werden uns gemeinsam mit allen Beteiligten darum bemühen, die kommunikativen Chancen dieses Events für eine positive Entwicklung von Golf in Deutschland zu nutzen.

Lesen Sie auch:
Sponsoren fehlen: Challenge Tour 2019 ohne BB-Masters