Berliner Reaktionen auf DGV-Mannschaftspokal

Berliner Reaktionen auf DGV-Mannschaftspokal
Der Golf Club Hardenberg ist der Austragungsort des DGV-Mannschaftspokals. Foto: DGV/Christopher Tiess

Die reguläre Saison der Deutschen Golf Liga (DGL) ist wegen der Corona-Pandemie längst abgesagt. Jetzt hat der Deutsche Golf Verband (DGV) aber entschieden: Im Oktober soll es ein Finale aller Erstligateams im Golf Club Hardenberg geben. Was halten Wannsee und Gatow von der Idee?

Wannsee-Clubmanager Yasin Turhal. Foto: GuLC Berlin-Wannsee

„Ich sehe es durchweg positiv, dass der DGV nun doch noch einen Wettbewerb veranstaltet, auf den unsere Athleten hintrainieren können“, sagt Yasin Turhal, Clubmanager des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee und DGV-Vizepräsident. Er gehe davon aus, dass sich viele Clubs für eine Teilnahme am alternativen Saisonfinale entscheiden werden. Vom 9. bis 11. Oktober sollen nach Vorstellung des DGV die jeweils zehn Erstligateams der Damen und Herren in drei Zählspielrunden ihre Sieger ausspielen. „Das ist zwar keine Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im klassischen Sinne, aber ich rechne mit einem starken Teilnehmerfeld und einem spannenden Wettkampf“, so Turhal. Wannsee werde mit seinem Damen- und seinem Herren-Team antreten, wenn es keine medizinischen Risiken gebe, die dagegen sprächen.

Meldeschluss am 30. Juli

Einige DGL-Clubs hatten die Absage der regulären Saison mit ihren fünf Spieltagen und dem Final Four auch aus finanziellen Gründen gutgeheißen. Durch die wochenlangen Zwangsschließungen der Golfplätze fehlen allen beträchtliche Einnahmen, die viele unter anderem durch Einsparungen beim Sportetat ausgleichen. Wie viele Erstligateams tatsächlich zum DGV-Mannschaftspokal in Hardenberg antreten werden, dürfte erst am 30. Juli klar sein. Bis dahin müssen die Clubs ihre Meldungen beim DGV einreichen.

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Gatows Damen-Trainer Joel Goodson. Foto: Mike Wolff

„Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob wir am DGV-Mannschaftspokal teilnehmen werden“, sagt Joel Goodson, Trainer der Bundesligadamen vom Berliner Golf Club Gatow. Die Nachricht sei noch so frisch, dass der Club die verschiedenen Szenarien erst einmal durchdenken müsse. Wenn Gatow antrete, könne das entweder vermehrt mit Jugendspielerinnen oder mit etablierten Kräften wie den englischen Bailey-Schwestern und der Irin Chloe Ryan sein, die für den Wettkampf nach Deutschland fliegen würden. Die zweite Option wäre kostspieliger. „Unklar ist ja auch, wie die Corona-Regeln im Oktober aussehen werden und was überhaupt möglich ist“, betont Goodson.

Noch viele Fragen offen

Laut DGV werden beim Mannschaftspokal an jedem der drei Spieltage die vier besten Ergebnisse (Herren) beziehungsweise drei besten Ergebnisse (Damen) eines Teams gewertet, bei einem Streichergebnis. Vierer, wie sonst in der DGL üblich, wird es nicht geben. „Es stellt sich die Frage, ob Caddies erlaubt sein werden oder ob wir nur mit vier oder fünf Spielerinnen anreisen dürfen“, sagt Joel Goodson. Auch die übliche Unterbringung seiner Spielerinnen in Doppelzimmern sei vielleicht nicht möglich. Diese und andere Fragen seien erst zu klären, bevor der Club eine Entscheidung fälle.

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