Fleesensee verkauft sein Beech Resort

Fleesensee verkauft sein Beech Resort
Das neue Beech Resort in Fleesensee. Foto: 12.18. Investment Management

Fleesensees ehemaliges Dorfhotel wird derzeit für 18 Millionen Euro saniert. Im März sollen bereits 70 Prozent der Apartments fertig sein, dann beginnt der Einzelverkauf. Der Betreiber des Beech Resorts verspricht sich davon auch neue Gäste für die Golfplätze.

250 Handwerker sind derzeit noch auf der Anlage des bisherigen Dorfhotels zugange, um die 193 Ferienwohnungen in Golfplatznähe zu sanieren. 20 Jahre lang hatte die TUI AG die Apartments betrieben, den Pachtvertrag zuletzt aber auslaufen lassen. Der inzwischen alleinige Eigentümer des Hotel- und Sportresort Fleesensee, das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin, entschied sich daher, das schon sichtlich in die Jahre gekommene Dorfhotel umfangreich zu modernisieren und die Kosten dafür durch einen Einzelverkauf der Apartments an Kleininvestoren zu finanzieren.

Die Wohnungen sind zwischen 42 und 72 Quadratmeter groß, werden voll möbliert sowie ausgestattet und 3610 Euro pro Quadratmeter kosten. Zu erwerben sind die Apartments allerdings nicht für die gänzliche Eigennutzung. Das „Beech Resort“ (Engl. für Buche) wird weiterhin als Ferienanlage betrieben, nun von der Düsseldorfer 12.18. Hotel Management GmbH, die alle Mitarbeiter des Dorfhotels übernimmt.

Rendite von vier bis fünf Prozent

Die zukünftigen Eigentümer der 193 Apartments erhalten jährlich eine voraussichtliche Rendite zwischen vier und fünf Prozent sowie eine reduzierte Rate für den Aufenthalt in „ihren“ vier Wänden. Der Betreiber hat einen Zehn-Jahres-Wirtschaftsplan aufgestellt, der alle Belegungsszenarien durchspielt und für interessierte Käufer transparent macht. Zuletzt lag die Auslastung im Jahresdurchschnitt bei 57 Prozent – ein Wert, der sich nach der Modernisierung erhöhen dürfte.

Die Wohnungen des Beech Resorts sind zwischen 42 und 72 Quadratmeter groß.
Foto: 12.18. Investment Management

„Wir rechnen damit, dass die neuen Eigentümer in ihren Familien und Bekanntenkreisen das Beech Resort auch als Urlaubsdestination empfehlen werden“, sagt Timo Richter, Managing Partner der 12.18. Vermögensmanagement GmbH. „Dank solcher persönlicher Reisetipps erreichen wir wiederum neue Gäste, die die Region bislang gar nicht in Betracht gezogen hätten.“ Touristen, denen der Betreiber auch die drei 18-Loch- und zwei 9-Loch-Golfplätze am Fleesensee ans Herz legen werde. „Wer seinen Urlaub im Beech Resort verbringt, wird von uns attraktive Golfangebote bekommen“, verspricht Richter. Ganz kostenfrei werde für Resortgäste der Besuch im neuen Aquafun sein, ein Spiel- und Spaßbad, das die bisherige Therme ablöst und getrennte Bereiche für energiegeladene Kinder und entspannungsbedürftige Erwachsene haben wird.

Resorteigene Landwirtschaft und Photovoltaik

Der Betreiber des Beech Resorts rühmt sich für sein kulinarisches Konzept, das sich auf eine resorteigene Landwirtschaft stützt – darunter eine Herde Angus-Rinder –, auf verschiedene Restaurants und einen Lebensmittellieferservice à la Kochbox. Für Nachhaltigkeit sorgt laut Timo Richter nicht zuletzt die Photovoltaik auf den Hausdächern des Beech Resorts: „Wir erreichen damit eine Autarkiequote von rund 23 Prozent und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz.“

Der Außenpool des neuen Aquafun-Schwimmbades. Foto: 12.18.

Dass unweit des Beech Resorts, Am Kalkberg, ebenfalls in der Gemeinde Göhren-Lebbin, gerade fünf Luxusferienhäuser, fünf Wohnungen und 40 Luxusferienwohnungen gebaut und verkauft wurden, schafft nach Ansicht von Richter keine Überkapazitäten am Fleesensee.„Ich empfinde das Projekt nicht als Konkurrenz für uns, da neue Übernachtungsmöglichkeiten das Gesamtangebot in der Region erweitern. Zudem können die Gäste anderer Anbieter auch die Infrastruktur im Hotel- und Sportresort Fleesensee nutzen, etwa unsere Restaurants, das Schwimmbad und die Golfplätze“, so der Manager.

Baubeginn des Sporthotels noch ungewiss

12.18. hatte im Vorfeld beim Analyseunternehmen bulwiengesa eine Studie in Auftrag gegeben zur Vermarktungsfähigkeit der 193 Ferienwohnungen des Beech Resorts. Zum Mikrostandort Fleesensee heißt es darin: „Mit Abschluss der noch vorgesehenen Attraktivierungsmaßnahmen im und außerhalb des Beech Resorts wird der Standort mit deutlichem Abstand der modernste, abwechslungsreichste und qualitativ hochwertigste Ferienort der Region sein.“

Dazu trägt auch die weitere Renovierung des Schlosshotels Fleesensee bei. Nachdem die Arbeiten am Westflügel abgeschlossen wurden, wird laut Timo Richter bis Jahresende nun auch der Ostflügel erneuert. Der Baubeginn des geplanten Sporthotels ist derweil noch ungewiss.

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