Juniorenelite kommt nach Semlin und Wilkendorf

Juniorenelite kommt nach Semlin und Wilkendorf
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Global Junior Golf sind zwischen 14 und 21 Jahren alt. Foto: Masche Marketing

Die internationale Jugendturnierserie Global Junior Golf macht im Juli und August gleich doppelt in Brandenburg Station. Der Charakter der Events wird anders sein als sonst, trotzdem sind die Ausrichter in Semlin und Wilkendorf voller Vorfreude auf die bis zu 140 Teilnehmer aus gut einem Dutzend Ländern.

Die Meldeliste für die German International Youth Trophy im Golf Resort Semlin am See könnte schon bald voll sein – 144 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind möglich; mehr als 100 haben sich bereits angekündigt. Vom 28. bis 30. Juli werden Mädchen und Jungen aus ganz Europa in den Altersklassen 14, 16, 18 und 21 über insgesamt drei Zählspielrunden auf die Jagd nach Weltranglistenpunkten gehen. „Wir freuen uns sehr, dass das Turnier stattfinden kann“, sagt Semlins Golfmanager Bernd Eulitz. Das Konzept der insgesamt viertägigen Veranstaltung sei eng mit den Behörden abgestimmt und berücksichtige alle Erfordernisse und Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. „Welcome-Dinner und Siegerehrung können nicht wie sonst stattfinden, aber bei diesem Turnier steht das Sportliche klar im Vordergrund“, so Eulitz.

Erstmals macht Global Junior Golf im Golf Resort Semlin am See Station. Foto: Gold Resort Semlin am See

Mit der erstmaligen Ausrichtung eines Events der internationalen Jugendturnierserie Global Junior Golf (GJG) möchte das Golf Resort Semlin am See an Sichtbarkeit gewinnen. „Wir waren in den vergangenen Jahren etwas im Dornröschenschlaf und sind nun mit viel Einsatz dabei, uns um den Golfnachwuchs zu bemühen“, erklärt Eulitz. Fünf bis sechs Schulklassen pro Jahr trainierten mittlerweile auf der Anlage – manche im Rahmen ihrer Sportstunden, andere im Projekt „Abschlag Schule“. Da passt GJG gut ins Bild. Die Turnierserie bietet den besten jugendlichen Golfspielern die Möglichkeit, sich international zu messen und auf sich aufmerksam zu machen.

Weltranglistenpunkte trotz Corona-Setup

„Zu den Turnieren in Deutschland kommen Spielerinnen und Spieler aus Schweden, Dänemark, den Niederlanden, Portugal, Griechenland oder Russland“, berichtet Veranstalter Jörg Masche. Etwa ein Dutzend Nationen seien traditionell zu Gast. Natürlich gelte es final abzuwarten, wie die genauen Reisebestimmungen vor den beiden Turnieren seien, sprich, welche Teilnehmer nach Deutschland reisen dürfen. Mit den Regelhütern der R&A in Schottland sei in jedem Fall abgeklärt, dass trotz des Corona-Krisen-Setups (Locheinsätze und keine Harken in Bunkern) Weltranglistenpunkte verteilt werden. „Anfangs war der Zustrom verhalten, aber seitdem feststeht, dass die Turniere stattfinden, rennen und die Jugendlichen die Bude ein“, freut sich Masche.

Ein Bild, das es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise so leider nicht geben wird: Die Teilnehmer des Berlin Juniors International 2019 im Golfpark Schloss Wilkendorf. Foto: Masche Marketing

Im Golfpark Schloss Wilkendorf ist die Euphorie groß, wie im vergangenen Jahr ein großes Feld von Spitzennachwuchs zu den Berlin Juniors International empfangen zu dürfen. Vom 3. bis 6. August rechnet der Club mit  rund 120 Teilnehmern. „Unser Club hat einen sehr sportlichen Charakter, deshalb fühlen wir uns dem Sport und der Jugend gegenüber verpflichtet“, sagt Clubmanager Thomas Schumann. Ausnahmespieler wie Falko Hanisch aus Stolper Heide sowie Lydia Volkmer und Philipp Mejow aus Wannsee hätten in Wilkendorf ihre ersten Schwünge gemacht oder zwischenzeitlich ihr sportliches Zuhause gehabt.

Abwarten, welches Programm möglich sein wird

„Wir sind im vergangenen Jahr sehr für die familiäre Atmosphäre gelobt worden, die wir den Jugendlichen geboten haben“, erinnert sich Schumann. Angesichts der coronabedingten Einschränkungen sei dieser eigene Anspruch nun schwieriger zu erfüllen. „Wir werden abwarten müssen, was bis zum Turnier erlaubt sein und was nicht möglich sein wird“, sagt Schumann. Organisator Jörg Masche würde den Jugendlichen nur zu gerne die Möglichkeit geben, vor oder nach ihren Turnierrunden zu trainieren: „Wir hatten letztes Jahr Spieler, die um 12 Uhr mit ihrer Runde durch waren und danach bis 19 Uhr auf der Driving Range standen.“ Ein Ausweis der Ernsthaftigkeit, mit der viele Teilnehmer an ihrer golferischen Weiterentwicklung arbeiten. Niedrige Singlehandicaps sind bei GJG-Events die Regel, Plushandicaps mehr als nur eine Ausnahme.

Mit dem GTGA Invitational, einem vom 22. bis 25. Juli erstmals ausgetragenen Amateurturnier der Gregor Tilch Golfakademie im Berliner Golfclub Stolper Heide, wird die Hauptstadtregion sogar Austragungsort von gleich drei hochkarätigen Amateurgolfturnieren innerhalb von zwei Wochen.

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