Spezialist für Hole in ones mit bald 80 Jahren

Spezialist für Hole in ones mit bald 80 Jahren
Facharzt für Hole in ones: Internist Iradj Amirmoini freut sich über sein viertes Ass innerhalb von sechs Jahren. Foto: Privat

Viele Golfer warten ein Leben lang vergeblich auf ein Hole in one. Iradj Amirmoini vom Golfclub Gross Kienitz hat in den vergangenen sechs Jahren gleich viermal direkt eingelocht. Das jüngste Ass gelang dem 79-Jährigen vor wenigen Tagen am Motzener See.

Bei einem Golfturnier im Berliner Golf & Country Club Motzener See traf Amirmoini auf Bahn A3 aus 164 Metern mit dem Driver in das 10,8 Zentimeter kleine Loch – zunächst ohne es zu merken. „Wir haben den Ball aus den Augen verloren, und als wir zum Grün kamen, war ich sicher, dass der Ball wohl nicht auf dem Grün geblieben ist“, erzählt der Berliner. Nach kurzer, erfolgloser Suche sei seinen Mitspielern und ihm die Idee gekommen, mal im Loch nachzusehen. Und tatsächlich: Für den Internisten mit persischen Wurzeln war es bereits das vierte Hole in one – in den vergangenen sechs Jahren.

Sechs bis sieben Golfrunden pro Woche

Dass er auch außerhalb des Golfplatzes ein Glückpilz sei, könne er nicht sagen. „Glück habe ich sonst nur in der Liebe, weil ich mit meiner Frau sehr glücklich bin“, sagt Amirmoini. Auf dem Golfplatz allerdings fordert der Berliner das Glück konsequent heraus. Sechs bis sieben Runden spielt er pro Woche und steht aktuell bei einem Handicap von -11,2. Das sei vor zwei Jahren mit -9,2 sogar einstellig gewesen, aber seitdem wirke das Alter der Spielstärke entgegen, sagt der Berliner. Außerdem spiele er zu viele Turniere auf fremden Plätzen, was auch nicht zuträglich sei.

Aber was ist das Handicap schon, wenn man sich Hole-in-one-Spezialist nennen darf? „Es gibt bestimmt viele Golfer, die deutlich besser sind als ich, aber noch immer auf ein Ass warten“, ist sich Amirmoini sicher. Ihm sei sein erstes Hole in one vor sechs Jahren in seinem Heimatclub Gross Kienitz gelungen, auf Bahn 6 des brillen.de-Platzes. „Das war aus mehr als 200 Metern“, erinnert er sich. Vor drei Jahren spielte er sein zweites Hole in one auf Loch 9 des Robert Baker Platzes – aus 154 Metern. „Mein drittes Ass habe ich dann im vergangenen Jahr im Berliner Golf Club Gatow an Loch 16 aus 134 Metern gespielt.“ Eine Serie, die nach dem jüngsten Hole in one am Motzener See langsam unheimlich wird.

Mehrfacher Senioren-Clubmeister in Gross Kienitz

Im Golfclub Gross Kienitz war der Facharzt für Asse schon mehrfach Clubmeister der Senioren und ist noch immer eine Stütze im Senioren-Team. „Herr Dr. Amirmoini ist eines unserer langjährigsten Mitglieder, ein sehr angenehmer, höflicher und trotzdem sportlich ehrgeiziger Golfer“, sagt Vize-Präsident Axel Sperling. Amirmoini selbst sagt, ihn fasziniere das Golfspiel, weil es technisch hoch anspruchsvoll sei und höchste Präzision verlange: „Nach Stabhochsprung ist Golf aus meiner Sicht die zweitschwierigste Sportart der Welt.“ Und wenn man es in einem solch diffizilen Sport – noch dazu mit bald 80 Jahren – zur maximalen Präzision schafft, dann ist das irgendwie auch Weltklasse.

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