Die besten Schülerteams zu Gast in Gatow

Die besten Schülerteams zu Gast in Gatow
Seit 15 Jahren ist die Sportart Golf Teil von Jugend trainiert für Olympia und genauso lange findet das Bundesfinale im Berliner Golf Club Gatow statt. Foto: Mike Wolff

Doppeltes Jubiläum: Der Schulwettbewerb Jugend trainiert für Olympia feiert 50-jähriges Bestehen – und die Sportart Golf, dass sie seit 15 Jahren mit dazu gehört. Bis Mittwoch noch messen sich die 13 besten Schülerteams Deutschlands im Berliner Golf Club Gatow.

Nach Tag eins, an dem je Team vier Einzel auf dem Programm standen, führt das Hamburger Gymnasium Hochrad mit einem Ergebnis von acht Schlägen über Par, gefolgt vom Gymnasium Essen-Werden aus Nordrhein-Westfalen, das 14 Schläge über Par liegt. Brandenburg, das fast schon traditionell mit der Katholischen Marienschule Potsdam am Start ist, belegt mit 30 über Par Rang vier, wobei Catharina Lohoffs 71 zu den besten Runden des Tages gehörte. Berlin belegt mit dem Schülerteam der Königin-Luise-Stiftung aktuell Platz sechs (+50). Das beste Ergebnis der Hauptstädter steuerte Alina Bingel mit 73 Schlägen bei.

Am ersten Tag des Bundesfinals von JTFO standen die Einzel auf dem Programm. Foto: Mike Wolff

Während die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2002 bis 2005 draußen auf dem Platz ihr Können zeigten, würdigte der Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV) Claus Kobold bei einem Besuch in Gatow die 15 Jahre, die die Sportart Golf inzwischen im Schulwettbewerb Jugend trainiert für Olympia (JTFO) vertreten ist. Noch länger gibt es bereits das Projekt Abschlag Schule, mit denen der DGV und die Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) Schüler mit Golf in Berührung bringen. „Abschlag Schule wurde vor 20 Jahren gegründet, und um die Entwicklung zu unterstützen und die Aufmerksamkeit zu erhöhen, wurde bei Jugend trainiert für Olympia angefragt, ob sich Golf beteiligen kann“, erklärt Kobold. „Seitdem ist Golf dabei und hat erst Recht nach der Zulassung von Golf bei Olympia seine Berechtigung.“

DGV-Sportvorstand Marcus Neumann sagt: „Die Qualität ist sehr breit und der olympische Gedanke steht im Vordergrund.“ Foto: Mike Wolff

Die 13 Teams, die aktuell beim Bundesfinale vertreten sind, haben sich zuvor auf Landesebene gegen andere Schulen durchgesetzt. Das sportliche Niveau im Teilnehmerfeld reicht vom Bundesligaspieler bis zum Gelegenheitsgolfer. „Die Qualität ist sehr breit und der olympische Gedanke steht im Vordergrund und ist entscheidend“, sagt Marcus Neumann, Sportvorstand des DGV. Da es sich nicht um einen Einzel-, sondern einen Teamwettbewerb handle seien nicht unbedingt die besten Spieler dabei. Bisher sind in der Sportart Golf – anders als in anderen Sportarten bei JTFO – noch keine Sporteliteschulen mit dabei. „Daran arbeiten wir“, erklärt Neumann.

Ein Deutscher Meister ist mit dabei

Trotzdem zeigt ein Blick auf die Startliste gleich mehrere Plushandicaps. Mit Jonas Baumgartner vom Golfclub Hösel gibt es sogar einen deutschen Meister im Einzel der Alterklasse bis 16 Jahre und EM-Zweiten im Team. Maximilian Wojciechowski (Handicap +1,9) vom Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee gilt als eines der größten Talente der Hauptstadtregion. Er benötigte am Dienstag im Einzel 74 Schläge. Am zweiten und abschließenden Tag spielen die Schülerinnen und Schüler je Team zwei Vierer. Als Mannschaftsergebnis wird die Summe der fünf besten Ergebnisse aus den zwei Vierern und vier Einzeln der Mannschaft über Par gewertet.

Doch bei allem sportlichen Ehrgeiz: Dabei sein ist am Ende alles. Und das waren auch schon Tourspieler wie Esther Henseleit, Moritz und Karolin Lampert. Jubiläumspate der Sportart Golf bei Jugend trainiert für Olympia ist kein geringerer als European-Tour-Spieler Maximilian Kieffer.

Die Ergebnisse vom JTFO-Bundesfinale Golf werden hier veröffentlicht.