Pro Golf Tour: Mejow gewinnt Saisonfinale

Pro Golf Tour: Mejow gewinnt Saisonfinale
Er kann es noch: Der Sieg bei der Castanea Resort Championship 2020 war für Philipp Mejow der erste Titel nach fünf Jahren. Foto: Stefan Heigl

Der Berliner Golfpro Philipp Mejow hat das Finalevent der Pro Golf Tour gewonnen. Bei der Castanea Resort Championship siegte der 32-Jährige mit drei Schlägen Vorsprung und holte seinen ersten Turniersieg seit fünf Jahren. „Ich habe es noch drauf“, freut sich Mejow über seinen Erfolg.

Der Spieler des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee bekommt für seinen Sieg im niedersächsischen Adendorf ein Preisgeld von 7.800 Euro und klettert zum Saisonabschluss in der Geldrangliste der Pro Golf Tour noch um 15 Ränge auf Platz 5. „Der Sieg hat einen sehr hohen Stellenwert für mich, auch wenn er keine Relevanz für die Spielkategorie im nächsten Jahr hat“, sagt Mejow. „Nachdem ich nicht wirklich zufrieden war mit meiner Saison, hat mir diese Woche gezeigt, dass ich es noch drauf habe.“

Mejows 64 war die beste Runde des Turniers

Mejow spielte Runden von 69, 64 und 67 Schlägen auf dem Par-72-Kurs (16 unter Par). Die bogeyfreie zweite Runde mit acht Birdies war die beste Leistung des Turniers, das zum Saisonabschluss traditionell stark besetzt war. In geteilter Führung liegend startete Mejow seine dritte Runde gleich mit einem Birdie und ließ an Loch 6 sogar ein Eagle folgen. Drei weitere Birdies und nur ein Bogey sicherten dem Berliner letztlich einen komfortablen Sieg mit drei Schlägen Vorsprung auf den zweitplatzierten Franzosen Julien Brun.

Neu an der Seite von Philipp Mejow war der erfahrene Caddie Stephan Türkis. Foto: Stefan Heigl

Neu an Mejows Seite war dabei der Caddie: Der Hamburger Stephan Türkis hat schon die Taschen von Peter Fowler auf der Staysure Tour und von Emma Cabrera-Bello auf der Ladies European Tour getragen. „Ich habe Stephan empfohlen bekommen und ihn erst einen Tag vor dem ProAm kennengelernt“, erzählt Mejow. Es habe super harmoniert zwischen ihnen und Türkis habe einen sehr guten Job gemacht. „Ich hoffe, dass er im nächsten Jahr die Zeit hat, mit mir zusammenzuarbeiten, und dass das der erfolgreiche Anfang einer hoffentlich langen Zusammenarbeit war.“

Kurz vor dem Turnier hatte Philipp Mejow mit seinem Trainer noch einige Dinge umgestellt – mit Erfolg. Foto: Stefan Heigl

Erwartet hatte Mejow seine fulminante Leistung zum Saisonende nicht unbedingt. Er habe kurz vor dem Turnier mit seinem Trainer sogar ein paar Sachen umgestellt. „Dass das direkt so funktioniert hat, ist der Hammer und hat gezeigt, dass ich genau an diesen Sachen im Winter weiterarbeiten muss“, kündigt Mejow an. Vorerst werde er seine Golfschläger aber in die Ecke stellen. „Ich werde Mitte Oktober die Prüfung zum Golflehrer-Assistenten ablegen, deshalb heißt es für mich nun ab an den Schreibtisch und lernen“, berichtet der Tourspieler. Er habe immerhin ein ganzes Lehrjahr aufzuholen. Als Playing Pro könne er ohne Kurse direkt zur Prüfung antreten.

Mejow hofft auf Einladung für die Challenge Tour

Was seine Karriere auf der Tour betrifft, hofft Mejow in der kommenden Saison auf Einladungen für Turniere der Challenge Tour: „Zum einen, weil ich Fünfter auf der Pro Golf Tour geworden bin, zum anderen weil ich nach meiner Verletzung 2019 schon einige Einladungen bekommen sollte, was wegen der Corona-Saison nun nicht geklappt hat.“

Lesen Sie auch:
Zita Arndt über das Saisonfinale ohne Pros: „Drei Schläge in die Magengrube“
Gold und Silber bei Team-EM: Wird das Deutschlands goldene Golf-Generation?
Geweihte Golfer: Das Berliner Ritual der Single-Handicap-Taufe