Tipps von Deutschlands bestem Putter

Tipps von Deutschlands bestem Putter
Jörg Dittmann aus Berlin ist als Sieger der Caledonia Deutsche Puttliga der amtierende "Champion Putter of the Year 2018". Foto: GOLFTIME

Auf dem Grün ist der Berliner Jörg Dittmann eine Macht. Der 64-Jährige aus Altglienicke hat in diesem Jahr die Caledonia Deutsche Puttliga gewonnen – gegen knapp 5000 andere Teilnehmer. Tagesspiegel GOLF verrät er seine Erfolgsrezepte beim Putten.

Der Putter ist der wichtigste Schläger im Golfbag. Keinen anderen Schläger benutzen wir häufiger auf der Runde. Deshalb ist die Wahl des richtigen Putters eine wichtige Angelegenheit. Bei der Auswahl gilt es auf ein ausgewogenes Schwunggefühl und auf eine gute Rückmeldung zu achten. Das Ziel muss es sein, jeden Ball möglichst nahe am Sweetspot zu treffen, um wiederholbare Putts machen zu können.

Apropos Wiederholbarkeit: Das gilt natürlich gleichermaßen für den Ball. Der sollte möglichst immer das gleiche Modell sein und viel Gefühl garantieren. Bälle mit einem Urethan-Mantel haben diese gewünschte Eigenschaft und spielen sich spürbar weicher als andere Modelle.

Ich markiere meine Bälle stets mit einer Linie. Anhand dieser Linie richte ich den Ball vor dem Putt auf das Ziel aus. Die Ausrichtung kontrolliere ich dann, indem ich mich zwei bis drei Meter hinter den Ball stelle. Von dort aus schaue ich über die Linie zum Ziel. Ist einmal die Entscheidung gefallen, sollte man unbedingt an ihr festhalten und sich nicht noch einmal anders ausrichten, wenn man über dem Ball steht, um zu putten.

Ein stabiler Stand ist beim Putten elementar. Denn bewegen sollen sich beim Putt nur die Schultern und die Arme – wie das Pendel einer Standuhr. Ich empfehle ein bis zwei Probeschwünge. Bei diesen sollte man nicht auf den Ball oder den Rasen vor sich schauen, sondern zum Ziel. Das gibt einem ein Gefühl für die Länge des Putts. Dann vertraue ich meiner Vorbereitung, versuche den Ball so gut wie möglich im Sweetspot zu treffen und putte.