Zusatzübungen für Ihre Golffitness

Zusatzübungen für Ihre Golffitness
Wichtig: Bei den Arnold Dips nicht zu weit nach unten gehen. Foto: Privat

Niemand kommt gerade auf den Golfplatz. Doch am Spiel kann man zum Glück auch zuhause arbeiten. Philipp Wozniak, PGA Assistant Professional im Golfclub Fleesensee, zeigt Ihnen im dritten und abschließenden Teil seiner Serie einige herausfordernde Zusatzübungen für Ihre Golffitness.

Golftraining findet nicht nur mit dem Golfschläger statt. Wer eine besondere Technik erlernen will, muss auch seinen Körper darauf vorbereiten. Gutes Golf und Fitness, das gehört zusammen, und es gibt kaum noch einen Spieler auf der Tour, der nicht so denkt. Muskelaufbau und Beweglichkeit sind mehr denn je in den Fokus der Sportler gerückt und finden auch bei den Hobbygolfern langsam Anklang. Also was ist wichtig? In den folgenden Übungen, zeigt Philipp Wozniak Ihnen einfache Übungen für zuhause, die jeder von Ihnen meistern kann.

Wobei die folgenden Übungen als Zusatzübungen zu Teil 1 und Teil 2 der Serie besonders für all die gedacht sind, die noch mehr an der persönlichen Golfform arbeiten möchten. Sie sind alle sinnvoll und haben ihren Stellenwert in meinem Training. Wenn Sie dafür bereit sind, sich noch mehr Ihrem Körper und der Golffitness hingeben zu wollen, dann sollten Sie die folgenden Übungen durchführen.

Der Klimmzug

 

PGA Assistant Pro Philipp Wozniak beim Klimmzug. Foto: Privat

 

Der Klimmzug ist für mich eine wichtige Übung. Jedoch hat nicht jeder die Möglichkeit diesen Zuhause durchzuführen. Es reicht eine einfache Wendeltreppe an dessen Stufen man sich festhalten kann, oder ein Balken, der quer unterhalb der Decke verläuft. Der Türrahmen ist weniger geeignet. Sie können den Klimmzug in drei Varianten ausführen. Mit einem engen Griff, einem schulterbreiten und einem weiten Griff. Ich bevorzuge hier den weiten Griff, da ich diese Muskelgruppe mit den anderen Übungen noch nicht abgedeckt habe. Versuchen Sie so viele Klimmzüge, wie Sie in der Lage sind sauber durchzuführen.

Arnold Dips

Wichtig: Bei den Arnold Dips nicht zu weit nach unten gehen. Foto: Privat

Der Trizeps ist mit den sogenannten Arnold Dips gut zu trainieren. Nehmen Sie sich einen Stuhl oder den Wohnzimmertisch und stützen Sie sich wie im Bild darauf ab und senken Ihren Körper durch die Arme ab. Achten Sie darauf nicht zu tief runter zu gehen. Auch hier bietet das Bild Aufschluss. Zwölf mal jeweils drei Sätze.

Bizepcurls

Verwenden Sie bei den Bizepcurls entweder eine Zwei-Liter-Wasserflasche oder ein Gewicht Ihrer Wahl. Foto: Privat

Die Übung mit einer Zwei-Liter-Wasserflasche durchführen oder dem individuellen Gewicht, was Sie sich ausgesucht haben. Weniger ist am Anfang immer mehr! Die Übung findet im Stehen statt. Den Ellbogen für eine exakte Ausführung am Körper lassen und durch den Unterarm heben und senken. Achten Sie auf einen geraden Stand. Zwölf mal jeweils drei Sätze.

Schwingen

Für diese Schwungübung benötigen Sie ein Theraband. Foto: Privat

Natürlich darf auch eine Übung für die Rotationsmuskulatur nicht fehlen. Hier brauchen wir jedoch ein Hilfsmittel. Das sogenannte Theraband ist dabei ein wichtiger Helfer. Anderthalb Meter davon benötigen Sie. Wenn Sie einen schweren Wohnzimmertisch haben oder eine Möglichkeit haben, das Band um etwas Unbewegliches zu wickeln, wie im Bild zu sehen, wäre dieses optimal. Für all die Personen, die diese Möglichkeit nicht, haben folgt auch ein Bild wie die Übung durchgeführt werden kann. Greifen Sie das Band wie einen Golfschläger, danach bewegen Sie sich wie in einem Golfschlag und drehen Hüfte und Oberkörper und „schwingen“ bis zur 9 Uhr Position im Durschschwung. Wichtig ist dabei, wie im Bild zu sehen, dass der Oberkörper und das linke Bein eine Linie ergeben. Außerdem sollte die Hüfte vollständig gedreht sein, wie im Bild zu erkennen ist. Die Übung wird zwölfmal mit jeweils drei Sätzen wiederholt.

Burpees

Bei den Burpees geht es aus dem Stand in den Liegestütz, dann runter auf den Boden… Foto: Privat

Sprünge sind immer wichtig für eine explosive Schnellkraft im Golf. Hier eigenen sich Burpees am Besten. Also versuchen Sie, die Burpees so schnell wie möglich auszuführen und maximal hoch zu springen. Sie starten aus einer stehenden Position, begeben sich von dort so schnell wie möglich in die Liegestützposition. Im Anschluss führen Sie einen Liegestütz aus und drücken sich beim nach oben gehen des Liegestütz‘ so stark ab, dass Sie von dort in die Hocke gelangen. Dann springen Sie so hoch, wie Sie können. Sobald Sie gelandet sind, geht die Übung von vorne los. Versuchen Sie auch hier so viele Übungen, wie Sie können.

…in die Hocke und dann folgt ein maximaler Sprung – am besten alles so schnell wie möglich. Foto: Privat

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