Vier Deutsche meistern die Hürde Fleesensee

Vier Deutsche meistern die Hürde Fleesensee
Des Siegers letzter Putt: Der Finne Lauri Ruuska hat die First Stage der Q-School 2019 in Fleesensee mit 17 unter Par gewonnen. Foto: Golf Fleesensee

Die erste Runde der Qualifying School 2019 in Fleesensee ist Geschichte. 22 Spieler dürfen weiter träumen von dem Sprung auf die European Tour. Darunter vier Deutsche – zwei Pros und zwei Amateure –, die sich qualifiziert haben für die nächste Runde im November in Spanien.

Der souveräne Turniersieg ging an den Finnen Lauri Ruuska, der dank einer 65 und einer 67 an den letzten beiden Tagen auf Fleesensees Schloss Torgelow Platz mit 17 unter Par einen ungefährdeten Sieg von drei Schlägern Vorsprung ins Ziel brachte. Die deutschen Qualifikanten werden angeführt von Max Rottluff. Der Tourpro bestätigte seine gute Form aus der Vorwoche, als er bei der Porsche European Open bei Hamburg Platz 28 erreichte. In Fleesensee landete er mit 11 Schlägen unter Par auf Platz 6. Dem amtierenden Deutschen Meister und Amateur Jannik de Bruyn vom Golfclub Hösel reichte am Finaltag eine Par-Runde, um einen Schlag hinter Rottluff den alleinigen siebten Platz zu belegen.

Lukas Gras und der Amateur Yannik Emmert (beide -7) erreichten die Qualifikation um Haaresbreite und können nun ihre Flugtickets nach Spanien buchen. Gleiches gilt für den Isländer Bjarki Petursson, der mehrere Jahre für den Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee in der Deutschen Golf Liga gespielt hat. Weniger Glück hatte dagegen Routinier Florian Fritsch, der das Ziel um einen Schlag verfehlte. Und das trotz eine bogeyfreien Runde von 3 unter Par zum Abschluss. Der Deutsche Meister von 2018, Nick Bachem, erwischte keine gute Woche. Fünf Schläge über Par reichten nicht, um nach drei Tagen den Cut zu überstehen.

Für Vahlenkamp und Theilken reicht es nicht

Das gelang zwar den beiden Hoffnungsträgern aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, den Amateuren Timo Vahlenkamp vom Berliner Golfclub Stolper Heide und dem 19-jährigen Student Niklas Theilken aus Greifswald. Doch beide werden sich von der Qualifying School in der Heimat mehr versprochen haben. Niklas Theilken, der mit 2 unter Par auf die letzte Runde ging, hatte bei starkem Regen einen schlechten Start und lag nach zwei Löchern schon 5 über für den Tag – in aussichtsloser Position. Trotzdem blicke er mit viel Freude auf die Woche zurück: „Heute habe ich schlecht begonnen, danach gutes Golf gespielt, aber es hat halt nicht gereicht. Ich bin dennoch super happy, wie die Woche verlaufen ist.“ Er habe gelernt, wie es ist, unter größeren Druck zu spielen, habe einige neue Schläge probiert und freue sich, es nächstes Jahr wieder zu versuchen.

Der Endstand: 22 Spieler haben sich in Fleesensee für die Second Stage der Qualifying School qualifiziert. Foto: European Tour

Ob die First Stage der Qualifying School auch im kommenden Jahr in Fleesensee ausgetragen wird, ist noch nicht gewiss. „Die Verhandlungen für eine Fortsetzung beginnen in vier Wochen“, sagt Golfmanager Stefan Vogl, den das hohe Niveau begeistert. „Die Jungs sind wirklich gut, aber einige zeigen schon Nerven, da es für sie schließlich um verdammt viel geht.“ Eine erfolgreiche Zukunft und die Verwirklichung eines Traums: Auf der Tour jede Woche an einem anderen Ort ums große Geld spielen oder aber auf der Heimatanlage weiter trainieren. „Eines ist aber allen gemein, die hier angetreten sind: Sie lieben den Golfsport.“

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