Wannsee-Teams brillieren in Hubbelrath

Wannsee-Teams brillieren in Hubbelrath
Zweiter Sieg in Folge: Die Herren des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee gewinnen den 4. Spieltag der Deutschen Golf Liga in Hubbelrath. Foto: Arne Bensiek

Die Herren des Golf- und Land-Clubs Berlin-Wannsee gewinnen den vierten Spieltag in der Nordgruppe der Ersten Deutschen Golf Liga und wollen sich beim abschließenden Heimspieltag fürs Final Four qualifizieren. Wannsees Damen stehen fast sicher im Saisonfinale. Gatows Damen bleiben voraussichtlich erstklassig.

Für das Team von Trainer Christian Kurras war erste Platz in Düsseldorf bereits der zweite Spieltagessieg in Folge. Mit beeindruckenden sieben Schlägen Vorsprung gewannen die Berliner den vierten Spieltag in der bisher äußerst eng umkämpften Nordgruppe der Ersten Liga. „Unser Blick geht nach oben, wir wollen jetzt ins Final Four“, betont Coach Kurras. Wie sich die Zeiten ändern: Nach zwei Spieltagen standen die Wannsee-Herren noch am Tabellenende; nun sind sie Dritter punktgleich mit dem Zweiten Hubbelrath, haben das Momentum auf ihrer Seite und Heimrecht am letzten Spieltag.

Warayu Melzer, Golf, Berlin, Wannsee
Teamwork: Warayu Melzer (vorne) blieb im Vierer mit Hannes Hillburger 2 über Par, im Einzel spielte er eine Par-Runde. Foto: Arne Bensiek

Beim Siegerfoto schrien die Berliner: „Ab ins Füchsen.“ Ob es das gleichnamige Düsseldorfer Altbier war, das in den Spielern über Nacht besondere Kräfte geweckt hatte oder eine Extratrainingseinheit Putten am Samstagnachmittag – vielleicht war es beides. „Am ersten Tag haben wir in den Vierern auf den Grüns sehr viele Schläge gebraucht, deshalb sind wir im Anschluss alle zusammen noch aufs Puttinggrün gegangen.“

Nach den Vierern lag Wannsee noch sieben Schläge hinter den Führenden aus Hösel auf Platz vier. Wobei alle Teams mit dem trockenen Platz und den windigen Verhältnissen in Hubbelrath zu kämpfen hatten. In den Einzeln brillierten die Berliner dann: Max Fischer (-4), Dean Berninger (-2) und Nils Dobrunz (-1) blieben unter Par, Philipp Konnikov und Warayu Melzer spielten eine Par-Runde. Am Ende stand ein Gesamtergebnis von 3 über Par – an diesem Wochenende eine Klasse für sich.

„Ich glaube, wir sind hier in der Vergangenheit nie mehr als Dritter geworden“, sagte Christian Kurras. „Der Platz lag uns bisher nicht sonderlich, deshalb haben wir unsere Taktik etwas verändert und auf manchen Bahnen durchaus defensiver gespielt als in der Vergangenheit.“ Ein Schachzug, der aufging. Am letzten Spieltag (3. und 4. August) haben die Wannsee-Herren es auf eigenem Platz in der Hand, das Ticket für das Final Four zu lösen.

Wannsee-Damen behaupten Tabellenführung

Wannsee, Damen, Golf, Berlin
Berechtigte Freude: Die Wannsee-Damen bleiben dank eines zweiten Platzes in Hubbelrath Tabellenführer. Foto: Arne Bensiek

Noch bessere Chancen auf eine Teilnahme am Saisonfinale der vier besten deutschen Teams hat das Damen-Team aus Wannsee, das sich in Hubbelrath allein dem amtierenden Deutschen Meister Hamburger-Falkenstein geschlagen geben musste – mit nur einem Schlag. Durch den zweiten Platz als Tagesergebnis konnte das Team von Trainer Mario Hansch die Tabellenführung behaupten und führt nun mit zwei Punkten vor Hubbelrath und Falkenstein, die ihrerseits in Punkten gleichauf liegen.

Emily Krause, Golf, Berlin
Seit dieser Saison im Team: Die 16-jährige Emily Krause spielte mit 2 unter Par das beste Einzelergebnis aller Wannsee-Damen. Foto: Arne Bensiek

„Wir haben das Final Four zu 99 Prozent gebucht“, ist Hansch überzeugt. Das verbliebene Restrisiko sei ideal, um die Konzentration beim abschließenden Heimspieltag hoch zu halten. „Ich bin stolz auf mein Team, das wirklich eine sehr ausgeglichene Leistung gezeigt hat“, lobte Hansch. Nach den Vierern am Samstag führten die Berlinerinnen mit 2 über Par, gerieten im Laufe der Einzelrunden am Sonntag allerdings zeitweise acht Schläge in Rückstand auf Gastgeber Hubbelrath. „Die Mädels haben sich reingehängt und zurückgekämpft“, freute sich der Trainer. Denn dank des besseren Streichergebnisses überholten die Wannsee-Damen die schlaggleichen Spielerinnen aus Hubbelrath gewissermaßen auf der Zielgerade.

Das beste Einzelergebnis kam diesmal mit 2 unter Par von der 16-jährigen Emily Krause, die sich erst vor der Saison ins Team gekämpft hatte. Alexandra Försterling und Tina Fischoeder blieben beide einen Schlag über Par.

Gatows Damen haben den Klassenverbleib so gut wie sicher

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Trainer Joel Goodson und seine beiden Leistungsträgerinnen Jessica Bailey und Chloe Ryan (von rechts). Foto: Arne Bensiek

Die Nachbarinnen vom Berliner Golf Club Gatow können nach ihrem vierten Platz in Hubbelrath so gut wie sicher mit einer weiteren Saison in Liga eins rechnen. Aufsteiger Hamburg-Walddörfer wurde auch in Düsseldorf Letzter und liegt damit nun drei Punkte hinter Gatow am Tabellenende. Trotzdem konnte Trainer Joel Goodson dem Wochenende nicht viel Gutes abgewinnen. „Wir haben nicht das abrufen können, was wir uns vorgenommen haben“, gab er unumwunden zu. Dabei lagen die Berlinerinnen nach den Vierern schlaggleich mit den Drittplatzierten aus Hamburg-Falkenstein bei 11 über Par. Es wäre also durchaus möglich gewesen, zumindest einen etablierten Club zu ärgern, wie es Gatow sich stets gerne vornimmt.

In den Einzeln konnte dann jedoch allein Jessica Bailey mit ihrer Par-Runde ein niedriges Ergebnis ins Clubhaus bringen. Die Irin Chloe Ryan, sonst Leistungsträgerin im Team, blieb diesmal sechs Schläge über Par. „Wir hatten die Hoffnung auf mehr, aber dafür waren wir diesmal in der Spitze einfach zu schwach“, sagte Goodson.