„Bernhard Langer einmal ganz nah“

„Bernhard Langer einmal ganz nah“
Der Botschafter kommt nach Hause: Bernhard Langer und das Team von WINSTONgolf. Foto: Alexander Hamann

Bernhard Langer kommt nach Hause. Bei der WINSTONgolf Senior Open vom 19. bis 21. Juli gibt 61-Jährige vor den Toren Schwerins eines seiner seltenen Gastspiele in Deutschland. Ein Interview mit Turnierdirektorin Stefanie Merchel über den WINSTONgolf-Botschafter und das besondere Flair des Turniers.

Frau Merchel, das einzige Turnier, das Bernhard Langer in diesem Jahr in Deutschland spielt, sind die WINSTONgolf Senior Open. Wie haben Sie das geschafft?
Stefanie Merchel: Bernhard Langer hat ein freundschaftliches Verhältnis zur Familie Pon, die hinter WINSTONgolf steht. Er ist auch Botschafter unserer Golfanlage und tritt zum Beispiel bei Turnieren in Europa mit WINSTONgolf als Heimatclub an. Trotzdem ist es angesichts seines engen Turnierplans bei den PGA Tour Champions in den USA nicht selbstverständlich, dass ihm eine Reise nach Deutschland reinpasst. Also haben wir zugegebenermaßen diesmal den Turniertermin erst mit Bernhard Langer abgestimmt und dann mit der Staysure Tour.

In der Sammlung seiner unzähligen Triumphe und Rekorde fehlt Bernhard Langer ein Sieg bei einem Event der Senior-Tour auf deutschem Boden.
Merchel: Zweimal war Bernhard Langer bei der WINSTONgolf Senior Open sehr nah dran. 2014 wurde er Dritter, 2016 im Stechen Zweiter. Ich würde es ihm wünschen, dass er diesmal gewinnt.

Stefanie Merchel, WINSTONgolf Senior Open, Turnierdirektorin
Stefanie Merchel ist die Turnierdirektorin der WINSTONgolf Senior Open. Foto: WINSTONgolf

Wen muss er dafür besiegen?
Merchel: Das Teilnehmerfeld umfasst 60 Spieler; die meisten von ihnen sind Mitglieder der Staysure Tour und ehemalige Spieler der European Tour. Titelverteidiger ist der Waliser Stephen Dodd. Am Start sind auch Ryder-Cup-Captain José María Olazábal aus Spanien, der ehemalige deutsche Tourspieler Sven Strüver aus Fleesensee und der frisch gebackene PGA Seniors Champion Paul Archbold aus Seddin.

Hier geht es zur Seite der WINSTONgolf Senior Open

Gespielt wird in diesem Jahr auf dem Platz WINSTONopen, der nicht ganz so ein Monster ist wie der WINSTONlinks.
Merchel: (lacht) Der WINSTONopen hat genauso seine Schwierigkeiten. Das Terrain ist leicht hügelig, es gibt viele Wasserhindernisse und abwechslungsreiche Bahnen, die zum Teil von Wald gesäumt sind. Der Platz ist ein würdiger Austragungsort für Spitzengolf und hat viele Fans.

Was macht für Sie als Turnierdirektorin die WINSTONgolf Senior Open aus?
Merchel: Die herzliche, familiäre Atmosphäre. Das bekommen wir jedes Jahr zu hören, wenn wir die Pros und Zuschauer fragen. Deshalb kommen auch viele Amateure Jahr für Jahr wieder, um am ProAm der ersten beiden Turniertage teilzunehmen. Hier gibt es keine großen Hallen oder Zelte, keine statische Massenabfertigung, dafür zum Beispiel kleine, gemütliche Sitzecken in unserem Golfhaus. Die Zuschauer stehen nicht abseits hinter einer Absperrung, sondern dürfen die Flights mit über die Bahnen begleiten. Bei uns kann man Bernhard Langer und den anderen einmal ganz nah sein und das bei freiem Eintritt.

„Bernhard Langer strahlt eine unglaubliche Ruhe aus“

Um es angenehm für Spieler und Zuschauer zu gestalten, haben Sie trotzdem einen massiven organisatorischen Aufwand.
Merchel: Das stimmt. Nach dem Turnier ist immer vor dem Turnier. Immerhin ist es für uns bereits die achte WINSTONgolf Senior Open. Ohne ein hochmotiviertes Team hier bei WINSTONgolf und unsere circa 80 Volunteers wäre das nicht möglich.

Wurde Bernhard Langers Caddy schon gesichtet? Der ist bekannt dafür, dass er schon Tage vor dem Turnier Bälle über die Grüns rollt und sich Notizen macht.
Merchel: Noch war er nicht da. Aber die Akribie von Bernhard Langers Caddy habe ich in den letzten Jahren selbst beobachten können. Diese Professionalität ist absolut faszinierend – wie Bernhard Langer an sich. Immer höflich, immer entspannt. Er strahlt eine unfassbare Ruhe aus und hat dennoch einen wahnsinnigen Ehrgeiz. Aber selbst wenn er sich mal ärgert, dann geschieht selbst das immer noch auf sympathische Art.

Zur Person: Stefanie Merchel ist in Rostock geboren und hat in der Touristikbranche gearbeitet, bevor sie 2010 zu WINSTONgolf kam. Die 40-Jährige ist Director of Operations & Marketing und Turnierdirektorin der WINSTONgolf Senior Open. Merchel fasziniert an Golf, dass die Sportart Generationen verbindet, weil Golferinnen und Golfer jeden Alters und jeder Spielstärke miteinander und – im fairen Wettstreit – gegeneinander spielen können.

Lesen Sie auch:
WINSTONgolf Senior Open 2018: Stephen Dodd siegt an seinem 52. Geburtstag
Paul Archbold ist PGA Seniors Champion 2019