Die Challenge Tour nach Deutschland holen

Die Challenge Tour nach Deutschland holen
Der Gewinner der dritten und bisher letzten BB-Masters 2016: Tourspieler Sebastian Heisele mit der Trophäe von Deutschlands höchstdotiertem ProAm. Foto: Elke Jung-Wolff

Für aufstrebende Golfer ist die Challenge Tour das Sprungbrett auf die ganz große Golfbühne. Zwei Berliner wollen sie mit ihren BB-Masters nach Deutschland holen.

Der Plan der beiden Freunde Klaus-Jürgen Meier und Jan Oelmann ist, dass Europas zweithöchste Tour im kommenden Jahr Station macht in der Hauptstadtregion. Ihr Berlin-Brandenburg Masters, das zwischen 2014 und 2016 dreimal als ProAm mit 40 Pros und zuletzt 120 Amateuren stattfand, soll dafür zum offiziellen Tour-Event werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe: Denn allein das Preisgeld müsste bei 200.000 Euro liegen, das avisierte Gesamtbudget gar bei knapp über einer halben Million Euro. „Wir freuen uns, dass wir einen Titelsponsor für unser Turnier gefunden haben“, sagt Steuerberater Jan Oelmann, der sogar mal zum Nationalteam gehörte. „Aber wir benötigen noch weitere Unterstützer, um unseren Traum von der Challenge Tour in Deutschland realisieren zu können.“

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Jan Oelmann und Klaus-Jürgen Meier (von links) wollen die Challenge Tour in die Hauptstadtregion holen. Foto: Elke Jung-Wolff

Viel Zeit bleibt den Organisatoren der BB-Masters für ihr engagiertes Werben nicht. Der Turnierplan der Challenge Tour für 2019 nimmt immer mehr Gestalt an; die Lücken mit möglichen Terminen schließen sich. Und auch am geplanten Austragungsort, dem A-ROSA Resort am Scharmützelsee, können die notwendigen Kapazitäten für eine solche Großveranstaltung nicht endlos geblockt werden. Ein Challenge-Tour-Event bedeutet schließlich, 156 Pros unterzubringen – und im Fall der BB-Masters noch einmal 156 Amateure, da das Turnier seinen ProAm-Charakter behalten soll.

An ideellen Unterstützern mangelt es den BB-Masters nicht. Der Deutsche Golf Verband würde ein Challenge-Tour-Event auf deutschem Boden begrüßen, die PGA of Germany würde auf eigene Kosten sogar einen Turnierdirektor stellen. Das schließt allerdings nicht die Finanzierungslücke. „Wir hängen uns sehr rein und hoffen, dass wir zeitnah noch eine Handvoll Unternehmen für die BB-Masters gewinnen können“, sagt Versicherungsexperte Klaus-Jürgen Meier, selbst ein guter Golfer. „Wir wollen professionelles Golf in Deutschland fördern und dazu beitragen, dass noch mehr deutsche Spieler den Sprung auf die Tour wagen und sich etablieren.“

Einen Hauch von Tour hatten die BB-Masters indes schon von Beginn an. Mit Moritz Lampert, Maximilian Kieffer und Sebastian Heisele waren die Sieger der drei Austragungen in Bad Saarow, am Seddiner See und am Motzener See allesamt Tourspieler. Die Organisatoren wurden – auch von den Pros – vor allem für die Stimmung und die familiäre Atmosphäre gelobt, die sie ihrem Turnier verliehen haben.

Weitere Infos zu den BB-Masters gibt es hier.