Deutsche Mannschaft noch nicht auf Kurs

Deutsche Mannschaft noch nicht auf Kurs
Falko Hanisch vom Berliner Golfclub Stolper Heide eröffnete die Team-EM und spielte eine 71er-Runde. Foto: DGV/stebl

Am ersten Tag der Team-EM in Bad Saarow liegt die deutsche Mannschaft zwischenzeitlich auf dem zweiten Rang. Dann geht vielen Spielern auf den letzten Löchern die Luft aus.

Das Team von Nationaltrainer Ulrich Eckhard wird sich am zweiten Tag der Europäischen Mannschaftsmeisterschaften steigern müssen, um die Chance auf den Titel zu wahren. Nur die ersten acht der insgesamt 16 Teams spielen von Donnerstag bis Samstag im Lochspiel um den EM-Sieg – die anderen um die hinteren Plätze.

Falko Hanisch vom Berliner Golfclub Stolper Heide hatte die Ehre, mit seinem ersten Drive die Team-EM am Dienstagmorgen auf dem anspruchsvollen Faldo Course zu eröffnen. Nach zwölf Löchern lag er trotz zwischenzeitlichem Regen drei Schläge unter Par und das deutsche Team zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei hinter Favorit England. Hanisch spielte allerdings hinten raus noch zwei Bogeys und beendete eine Runde, in der mehr steckte, einen Schlag unter Par (71).

71 Schläge benötigten auch Hurley Long und Marc Hammer. Timo Vahlenkamp, zweiter Berliner im Kader, spielte eine Par-Runde (72) und war allein mit dem Ende nicht zufrieden: „Zwei Bogeys auf den letzten beiden Löchern haben mich natürlich geärgert, aber ansonsten war mein Spiel sehr solide, und es waren ein paar sehr gute Birdies dabei.“

Jannik de Bruyn, der mit seinem Golfclub Hösel gerade die erste Deutsche Golf Liga aufmischt, konnte überraschend nur eine 75 beitragen. Ebenso Michael Hirmer vom Stuttgarter Golf-Club Solitude, der als Amateur in diesem Jahr bereits ein Turnier der ProGolf Tour gewinnen konnte. Da das schlechteste der sechs Rundenergebnisse gestrichen wird, beendete das Golf Team Germany den ersten Turniertag mit „Even Par“ auf dem mit Island geteilten zehnten Platz.

Angeführt wird das Leaderboard von England (-11), Schweden (-9), Dänemark und Frankreich (beide -7). Wobei der Engländer Gian Marco Petrozzi für den Erfolg seines Teams fast allein verantwortlich war: Trotz eines Bogeys auf dem 18. Loch spielte Petrozzi eine 62 mit sagenhaften neun Birdies und einem Eagle – auf einem der schwersten Golfplätze Deutschlands.

„Wir haben heute sehr viele guten Sachen gemacht und waren nah dran an tiefen Ergebnissen“, befand Nationaltrainer Ulrich Eckhardt. Lediglich auf den Schlusslöchern habe sein Team zu viele Schläge liegengelassen. „Das machen wir am zweiten Tag besser.“ Die Stimmung und die Form seien nach wie vor gut. Zwei Schläge beträgt der Rückstand, den Deutschland vor dem zweiten Zählspieltag auf den entscheidenden achten Platz hat, auf dem Spanien steht.