GPS-Golf-Laser im Test: Garmin Approach Z82

GPS-Golf-Laser im Test: Garmin Approach Z82
Der Garmin Approach Z82 vereint Lasermessung und GPS-Technik. Foto: Garmin Deutschland GmbH

Seit dem Frühjahr gibt es eine zweite Generation von Garmin GPS-Lasern, den Approach Z82. Wir haben den Entfernungsmesser auf mehreren Runden und auf unterschiedlichen Plätzen getestet.

Äußerlich ist es beim minimalistischen Design geblieben – ganz wie beim Vorgängermodell. Das Gewicht des Garmin Approach beträgt nur 232 Gramm. Der GPS-Laser liegt sehr gut in der Hand, egal ob links oder rechts und auch unabhängig davon, welches Auge benutzt wird. Für Brillenträger ist das Gerät problemlos zu benutzen, wenn der Dioptrien-Ausgleich nicht gewünscht wird.  Die Bedienung ist intuitiv und einfach, so dass die mitgelieferte Bedienungsanleitung fast überflüssig ist. Der integrierte Akku hält rund 15 Stunden durch und wird über eine Micro-USB-Schnittstelle entweder mit dem beigefügten Netzteil oder über den USB-Anschluss eines Computers geladen. Selbst stärkerer Regen macht dem Gerät nichts aus,  das nach IPX7 wasserdicht ist.

Der Garmin Approach Z82 liegt gut in der Hand und wiegt nur 232 Gramm. Foto: Garmin Deutschland GmbH

Im verbesserten Sucher, der ein schärferes Bild bietet, erscheint mithilfe des farbigen OLED-Displays das gespielte Loch als eingeblendete 2D-Grafik am linken Rand. Durch diese Überblendung der realen Ansicht mit den Entfernungsangaben, sowohl mit Distanzangaben für Anfang, Mitte und Ende des Grüns als auch zu allen Lay-Ups und Hindernissen, erhält der Spieler alle nötigen Informationen auf einen Blick. Ein großes Plus im Vergleich zu konventionellen Lasern, die allein die Distanz zum Fokuspunkt liefern.

Bis zu 410 Meter Reichweite

Mit einer Reichweite von bis zu 410 Metern – 100 Meter mehr als der Vorgänger Z80 –sind auch die extremen Longhitter mit dem Z82 gut bedient. Wie bisher erkennt das Garmin-Gerät den Platz, auf dem man gerade steht, und weitere 41.000 Golfplätze weltweit automatisch.

Mit dem Garmin Approach Z82 hat man die reale Ansicht und die Bahnenskizze gleichzeitig im Blick. Foto: Garmin Deutschland GmbH

Das Anvisieren der Fahne ist dank des 6-fachen Zooms, der Bildstabilisierung mit zusätzlich integriertem „Flag Finder“problemlos und schnell. Garmin verspricht ein exaktes Messergebnis zur Fahne auf 25 Zentimeter genau. Per Vibration signalisiert der Approach Z82 die erfasste Fahne. Sollte die Fahne oder die Bahn witterungsbedingt, durch Hindernisse oder einen blinden Schlag einmal nicht erkennbar sein, ortet der „Pin Pointer“ die richtige Richtung und zeigt diese als Pfeil an – auch dies ein Vorteil gegenüber klassischen Lasern. Über die neue Hindernis-Ansicht lassen sich einzelne Hindernisse und Layup-Distanzen auf der Karte im Sucher durchblättern.

„Plays Like“-Funktion für Trainingsrunden

Für die Trainingsrunden empfiehlt sich die „Plays Like“-Funktion. Hier wird die tatsächliche Länge für einen Schlag, unter Berücksichtigung des Höhenprofils des Loches errechnet. Verbunden mit der Garmin App auf demSmart Phone werden sogar Windgeschwindigkeit und Windrichtung angezeigt – allerdings nicht berechnet.

Mit dem Garmin Approach Z82 lassen sich ausgewählte Hindernisse in den Fokus nehmen. Foto: Garmin Deutschland GmbH

Es bleibt also, trotz der umfangreichen Unterstützung, ein wenig Raum für das nötige Gefühl bei der Auswahl des richtigen Schlägers. Die Verbindung zur App ist hilfreich, sollte das Gerät auf der Runde aus der eher unhandlichen Tasche herausfallen. Die Ortung ist mit der „Find My Garmin“-Funktion mühelos. Die Tasche mit der Zuziehschnur ist überraschend umständlich für ein Premiumprodukt – aber auch das einzige Manko.

6-fach-Zoom, Bildstabilisierung und„Flag Finder“ helfen beim Anvisieren der Fahne. Foto: Garmin Deutschland GmbH

Im Turniermodus werden die „Pin Pointer“ und „Plays Like“-Funktion ausgeschaltet, da nur Entfernungen, aber keine weiteren Angaben übermittelt werden dürfen. Bestätigt wird die Aktivität des Modus durch ein blau leuchtendes Lämpchen am Gerät, so dass dies gleichzeitig auch für alle Turnierteilnehmer sichtbar ist. In allen Modi kann der Score eingegeben und in der kostenlosen Garmin-App hochgeladen werden, um eine anschließende Spielanalyse vorzunehmen und Statistiken zu sammeln.

Fazit

Im Vergleich zu einem traditionellen Rangefinder ist der Preis des Garmin Z82 recht üppig: Knapp 650 Euro verlangt Garmin für seinen Luxus-Entfernungsmesser. Dafür lässt die fortgeschrittene Technik keine Wünsche offen. Es ist sehr geeignet für sportliche Golfer und extrem hilfreich für Einspielrunden auf fremden Plätzen vor wichtigen Turnieren oder für Spieler, die häufig auf ihnen unbekannten Plätzen spielen. Die unpraktische Tasche des Garmin Z82 muss man dafür hinnehmen.

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