Neuausrichtung von Fleesensee für 30 Millionen

Neuausrichtung von Fleesensee für 30 Millionen
Runde Riesen-Range: Golf Fleesensee in Mecklenburg-Vorpommern verfügt derzeit außerdem über 72 Golflöcher. Foto: Promo

Golf Fleesensee wagt eine Neuausrichtung und investiert in den kommenden fünf Jahren 30 Millionen Euro. Ein neues Hotel und diverse neue Sportangebote sollen die Anlage in Mecklenburg-Vorpommern bis 2025 zu Deutschlands führendem Urlaubsresort werden lassen. Die Zahl der Golflöcher sinkt dafür ab 2021 von 72 auf 45.

Es tut sich was in Fleesensee: Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen des Resorts im kommenden Jahr hat die 12.18. Unternehmensgruppe einen Fünfjahresplan vorgelegt. Das Ziel könnte kaum größer sein: Fleesensee soll das führende Urlaubsresort des Landes werden. Nachdem das Haupthaus des Schlosshotels bereits renoviert und modernisiert wurde, folgt nun sukzessiv die Erneuerung der Seitenflügel. Zudem ist Anfang Dezember die Umbauphase im einzigen Robinson Club Deutschlands abgeschlossen worden. Aus dem etwas rustikalen Ambiente ist ein moderneres, im skandinavischen Stil gehaltenes Haus geworden.

Das Haupthaus des Schlosshotels wurde bereits renoviert, nun folgend die Seitenflügel. Foto: Promo

Auch im dritten Hotel der Anlage im Herzen Mecklenburgs, dem Dorfhotel, soll sich in den kommenden Jahren einiges ändern. Entstehen soll ein kindgerechtes Familienhotel, redesignt im nordischen Look, mit Abenteuer- und Erlebnis-Spielplätzen. Die Therme, in der einige Bereiche des Schwimmbades und den Anwendungsbereichen aufgrund von Baumängeln geschlossen werden mussten, wird zu einer Schwimmlandschaft erweitert.

Diese Ausrichtung setzt sich in der neuen „Active World“-Philosophie der Eigentümer fort. Die Wellnessangebote sollen durch vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten ergänzt werden. In der Nähe des Golfclubhauses ist ein Sporthotel mit 72 Zimmern geplant, das sich an sportinteressierte und naturverbundene Urlaubsgäste richtet.  „Durch die neue Vielfältigkeit des sportlichen Angebots,“ erhofft sich Kevin Seiwert, Managing-Direktor von 12.18., „das Resort auf ein neues Level zu bringen“.

Zwei Fußballplätze für Trainingslager

Neben den schon vorhandenen In- und Outdoor-Tennisplätzen sowie den Squashcourts stünden in Zukunft zwei Fußballplätze, ein Beachvolleyballfeld, ein herausfordernder Outdoor-Parcours, ein Fitnessstudio sowie Plätze für die Trendsportart Paddletennis zur Verfügung, ergänzt der Manager. Das soll zusätzlich Vereine ansprechen, die neben den sportlichen Möglichkeiten auch das medizinische- und physiotherapeutische Angebot im Rahmen von Trainingslagern in Anspruch nehmen können.

Der Schloss-Platz bleibt das Aushängeschild von Fleesensee. Für die Reduzierung auf 45 Golflöcher werden die übrigen Plätze herangezogen. Foto: Promo

Diese neue Betonung weiteren Sportarten geht indes ein wenig auf Kosten der Golfanlage. Noch nicht im Jahr 2020, aber im Laufe der Fünfjahresplanung wird die Anzahl der Golflöcher von 72 auf 45 reduziert. Auch eine Verlegung des Golftrainingsgeländes ist in Planung. Übrig bleiben neben dem unveränderten Schlossplatz als Premiumplatz eine weitere 18-Loch- und eine 9-Loch-Anlage.

Rundenstart und -ende näher am Clubhaus

Noch sind die Pläne, bei denen Sven Strüver als Headcoach mitwirken soll, für eine Zusammenlegung und ein Rerouting des neuen Platzes aus den vorhanden Löchern des Torgelow- und Oberlausitzplatzes nicht ausgereift. Um weite Wege zum ersten Abschlag und vom 18. Grün zu vermeiden, ist allerdings eine Verlegung des Start- und Endpunktes der Runde in Clubhausnähe vorgesehen. „Die Reduzierung bedeutet keine Abkehr von der Wichtigkeit von Golf für die Betreiber“, betont Kevin Seiwert. „Die Konzentration auf weniger Löcher wird die weitere hervorragende Qualität der Plätze garantieren.“

Neue Umweltauflagen haben in den vergangenen Jahren zu alternativen, zeitintensiveren und dadurch teureren Arbeitsmethoden geführt. Noch haben Headgreenkeeper Stephen Monk und sein Team diese hohe Qualität halten können. Aber eine Reduzierung der Bahnen werde auch auf lange Sicht dem gleichbleibend hohen Anspruch von Gästen und Betreibern gerecht werden.

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