Finale der besten Schülerinnen und Schüler im Berliner Golf Club Gatow

Finale der besten Schülerinnen und Schüler im Berliner Golf Club Gatow
Jugend trainiert für Olympia ist mit insgesamt rund 800.000 Teilnehmern der größte Schulsportwettbewerb der Welt. Foto: JTFO

Im Berliner Golf Club Gatow war Golf schon olympisch, lange bevor sich das IOC überzeugen ließ: Bereits zum 14. Mal findet dort am 25. und 26. September das Finale von Jugend trainiert für Olympia statt – auch mit Teams aus Berlin und Potsdam.

Bereits zum 14. Mal ist der Berliner Golf Club Gatow Austragungsort des Bundesfinales. Für den Club, der enge Partnerschaften mit mehreren Schulen pflegt, ist die Gastgeberrolle längst zur liebgewonnenen Tradition geworden. Im Eingang des Clubhauses hängen zahlreiche Urkunden, die an die Wettbewerbe der Vorjahre erinnern. Und Gatows Clubmitglied Hartmut Holzwarth ist es unter anderem zu verdanken, dass die Sportart Golf überhaupt in den Kreis von Jugend trainiert für Olympia (JTFO) aufgenommen wurde – lange bevor Golferinnen und Golfer 2016 wieder bei Olympischen Spielen teilnehmen durften. „Das hat damals eine Menge Überzeugungsarbeit, Zeit und auch Geld gekostet“, erinnert sich Holzwarth, der als JTFO-Beauftragter des Deutschen Golf Verbandes die Organisation des Finales verantwortet.

Berliner Golf Club Gatow, Jugend trainiert für Olympia
Bereits zum 14. Mal findet das JTFO-Finale im Berliner Golf Club Gatow statt. Foto: BGCG

Zwischen 14 und 17 Jahren sind die Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihren Vierer-Teams in regionalen Wettbewerben für das Finale in Berlin qualifiziert haben. Der Sieger aus dem Vorjahr – das Team vom Gymnasium Hittfeld in Niedersachsen – hat es diesmal allerdings nicht in die Endrunde geschafft. Anders als etwa die Berliner Königin-Luise-Stiftung, zu der drei Schulen gehören, oder die Katholische Marienschule aus Potsdam, die beide versuchen werden, den Titel in der Hauptstadtregion zu halten. „Als Favoriten gelten das Löwenrot Gymnasium aus St. Leon-Rot und das Humboldt-Gymnasium aus Vatterstetten in Bayern“, sagt Holzwarth.

Gespielt wird das Finale im Zählspielmodus, heißt: Das Team mit den wenigsten Schlägen gewinnt. Außerdem können Jungen und Mädchen anders als in anderen Sportarten gegeneinander antreten. So können reine Jungen- und reine Mädchenteams, aber auch gemischte Mannschaften am Start sein. An den zwei Wettkampftagen werden vier Einzel und zwei klassische Vierer gespielt, das schlechteste der sechs Ergebnisse gestrichen. Die ersten drei Teams gewinnen zwar keinen Startplatz bei den nächsten Olympischen Spielen, neben Pokalen und einer Menge Ehre aber auch sehenswerte Sachpreise. „Die Mitglieder des erstplatzierten Teams bekommen zum Beispiel alle eine Action-Camera“, berichtet Holzwarth.

Tourspielerin Karolin Lampert als Patin

Nach der Siegerehrung im Berliner Golf Club Gatow geht es für alle Teilnehmer am 26. September mit dem Bus noch zur großen JTFO-Final-Siegerehrung in die Max-Schmeling-Halle im Prenzlauer Berg. Dort treffen sich die Finalisten aller Sportarten, die ihre Finale im Herbst austragen, darunter auch Fußball, Basketball, Beachvolleyball, Judo oder Leichtathletik. Ein Begleitprogramm wie in der Vergangenheit wird Hartmut Holzwarth für die Golferinnen und Golfer nicht mehr organisieren: „Meine Erfahrung ist, dass die Jugendlichen nicht bespaßt werden wollen, sondern selbst viele Ideen haben, was sie gerne in Berlin machen möchten.“

Und vielleicht wird es eines Tages doch eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer zu den Olympischen Spielen schaffen. Tourspielerin Karolin Lampert, die JTFO-Patin ist, hat selbst einst am Wettbewerb teilgenommen und durchaus Chancen, Deutschland in Zukunft bei Olympia zu vertreten.

Die Ergebnisse vom JTFO-Finale werden hier veröffentlicht.