Fleesensee Turniertage 2020 abgesagt

Fleesensee Turniertage 2020 abgesagt
Mehr Nebel als Klarheit: Die Unsicherheiten der Corona-Krise zwingen Fleesensee GOLF zur Absage seiner zweiten Turniertage, die im Juli stattfinden sollten. Foto: Fleesensee GOLF

Die weiterhin bestehenden Einschränkungen und Unsicherheiten durch die Corona-Krise zwingen GOLF Fleesensee dazu, seine zweiten Fleesensee Turniertage powered by Tagesspiegel GOLF für dieses Jahr abzusagen. Das Golfresort hatte für sein Drei-Tages-Turnier mit 80 bis 100 Teilnehmern gerechnet.

Sie sollten der Höhepunkt des Turnierkalenders und der Saison für GOLF Fleesensee werden, aber nicht nur für den Club, sondern auch das Highlight des Jahres für die Leser von Tagesspiegel Golf. Jetzt wurden die zweiten „Fleesensee Turniertage powered by Tagesspiegel Golf“, die vom 17. bis 19. Juli 2020 in dem Resort in Mecklenburg ausgetragen werden sollten, wegen den Auswirkungen und Einschränkungen durch die Coronakrise abgesagt.

Zwar darf seit einer Weile wieder in Viererflights gespielt werden und auch Turniere sind vielerorts wieder erlaubt, die Restriktionen abseits der Plätze sind jedoch immer noch so, dass zum jetzigen Zeitpunkt der geplante Ablauf der Veranstaltung nicht gewährleistet werden kann. Siegerehrungen dürfen nicht stattfinden und auch einen Kanonenstart, wie am ersten Tag auf dem Oberlaussitzplatz vorgesehen, ist untersagt, um eine Massenankunft im Clubhaus zu vermeiden.

Sven Strüver, Golfmanager und Head-Pro von GOLF Fleesensee. Foto: GOLF Fleesensee

„Es ist auch fraglich, ob wir mit mehr als 50 Teilnehmern hätten spielen dürfen“, sagt Sven Strüver, Manager und Headpro des Resorts und fügt hinzu: „Nach dem guten und erfolgreichen Verlauf und dem hervorragenden Feedback im letzten Jahr mit 40 Startern, haben wir mit 80-100 in diesem Jahr gerechnet und geplant. Angesichts der Einschränkungen ist eine sinnvolle und zufriedenstellende Durchführung für die Spieler und Sponsoren jedoch nicht möglich.“

Neben den drei Runden auf den drei 18-Loch-Plätzen der Anlage sollten täglich die Tagessieger und am letzten Tag die Gesamtsieger bei abendlichen Veranstaltungen bei freiem Essen und gratis Getränken gekürt werden. Solche Events sind allerdings genehmigungspflichtig und unterliegen sehr strengen Vorschriften. So dürfen an einem Tisch bis zu sechs Personen Platz nehmen, sie müssen aber aus nicht mehr als zwei Haushalten stammen, und noch müssen Besuche in den Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern durch eine persönliche Reservierung angemeldet werden. Zudem müssen die Gäste bedient werden und dürfen nicht an einem Buffet teilnehmen.

Kurzfristige Absage war keine Option

Das geplante große Feuerwerk am Samstagabend wäre unter diesen Umständen kaum genehmigt worden. „Und wann die Verordnung verändert und gelockert wird, ist nicht abzusehen und eine Planungssicherheit dadurch nicht gegeben“, ergänzt Sven Strüver. Bei einer auf 60 Prozent begrenzten Belegung der Hotels wären auch Kapazitätsprobleme im Resort zu erwarten gewesen, da nach der Öffnung der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern ein Ansturm eingesetzt hat.

Eine kurzfristige Absage wegen nicht genehmigter Abendveranstaltungen war ein zu großes und fast absehbares Risiko. Ein reines Turnier ­– ohne Kanonenstart – wäre möglich, aber ein solches Event lebt von den Begegnungen und Gesprächen, die an den Abenden stattfinden. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Coronakrise bald überstanden ist und einer Austragung im nächsten Jahr nichts im Wege steht.

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